Nach jahrelangem Widerstand stimmten die Verantwortlichen der Forderung des Gestaltungsbeirats nach einem Wettbewerb zu. Im Siegerprojekt reiht sich an einen Erschließungsgang ein Ensemble aus Vierkantern, deren Arbeitsräume zu den Atrien orientiert sind. Ergänzt wird es durch zwei Zeilenbauten für das Studentenheim. Die hohe städtebauliche und architektonische Qualität dieses Projekts waren der Grundstein für die von der Stadt initiierte Studie zur Science City Itzling. Ein Ergebnis war die Verlegung der Schillerstraße an den Bahndamm um ein größeres zusammenhängendes Gebiet zu erhalten, das nun, nach weiteren Projektwettbewerben, bebaut wird.
Architektur: Bétrix & Consolascio, Eric Maier (1992-1995) BauherrIn: Salzburger Stadtwerke AG
Zugänglichkeit: nur Außenraum
Erreichbarkeit: Haltestelle "Austraße"
Buslinie 6
Um es nicht nur von der Autobahn im Vorbeifahren gesehen zu haben, lohnt es sich, das Gebäude über die Seitenstraßen zu suchen. Einschließlich des Schiebetors ist hier alles von den Architekten bewusst und detailreich gestaltet worden. Auch der Grünraum ist Manifest des architektonischen Verständnisses und bietet mit seinen Stableuchten in den inselartigen Grasbüscheln tags und nachts den stimmigen Rahmen für die expressiven Bauteile von Turbinenhalle und Schornstein.
Architektur: Bétrix & Consolascio, Eric Maier (1992-1995) BauherrIn: Salzburger Stadtwerke AG
Zugänglichkeit: nur Außenraum
Erreichbarkeit: Haltestelle "Austraße"
Buslinie 6
Die weiteren Ergänzungen zum Kesselhaus und Schornstein sind zurückhaltender gestaltet, seiner Funktion als Energiereserve gerecht werdend. Besonderes Augenmerk wurde auch in diesem Bau auf die Sozialräume und deren Farbgestaltung gelegt.
Der aus Holz errichtete Bau besteht aus zwei Teilen, zwischen denen sich die über beide Geschoße offene Halle aufspannt. Großzügig verglast sind die Gruppenräume im geschwungenen Baukörper, der sich zur Sonne und zum Grünraum orientiert. Sie werden durch den orthogonalen Bauteil, der die Nebenräume beinhaltet, zur Wohnbebauung im Osten abgeschirmt. Das abwechslungsreiche und freundlich gestaltete Raumangebot für die Kinder wird auch durch unterschiedliche Raumhöhen und Niveausprünge erzeugt.
Als Antwort auf die komplexe Aufgabenstellung entstand das Konzept eines prototypischen Leitbildes, das mit einem modularen Baukasten eigenständiger Elemente variiert und realisiert wird. Die in Bezug auf die jeweilige örtliche Situation in unterschiedlichen Kombinationen und Varianten verwendbaren Module sollen für alle im Stadtgebiet von Salzburg geplanten Haltestellen eingesetzt werden. Die Stationen bieten den unverwechselbaren architektonischen Ausdruck für das überfällige Angebot zeitgemäßer öffentlicher Personenbeförderung, das mit hoher Akzeptanz von den Nutzern angenommen wird.
Einfach und selbstverständlich wird das dreieckige Grundstück an den drei Seiten von Baukörpern besetzt, die untereinander verbunden sind. Blickfänge sind die roten Laubengänge mit ihren offenen Treppen, die die Gleichförmigkeit der Fassaden auflockern. Die gewählten architektonischen Mittel wirken, der Aufgabe angemessen, zeitlos modern.
Ein Umbau, der wie ein Neubau wirkt? Gelungen ist dies Robert Rechenauer vor allem aufgrund der neuen Situierung und Ausprägung der Eingangssituation. Die ehemals geschlossene Flanke zum Mirabellplatz wird zu einem Vorplatz nach Norden geöffnet und lässt in einer der Straße parallelen Ebene die Stadt ins Gebäude fließen. Dort wird sie aufgefangen im über alle Geschoße offenen, lichtdurchfluteten Foyer. Das Ensemble ergänzt der extra positionierte Neubau des Konzertsaals als Solitär, ein selbst-bewusstes Fenster zum barocken Mirabellgarten.
Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt erhielt die Salzburger Altstadt am Fuß des Kapuzinerbergs ein ambitioniertes zeitgenössisches Implantat. Der Zimmertrakt schwingt sich über einem offenen Erdgeschoß auf massiven Stützen, zwischen denen ursprünglich die Errichtung von Marktständen geplant war, Richtung Westen. Von der Dachterrasse kann man ungewohnte Blicke auf die Neustadt und auf die zum Greifen nahe Tierwelt am Abhang des Stadtberges und den stadteigenen Klettersteig werfen. Eine von hier aus geplante spektakuläre Treppenanlage auf den Berg blieb leider nur Vision.
Zugänglichkeit: zu den Amtsstunden EG öffentlich zugänglich
Erreichbarkeit: Haltestelle "Hofwirt"
Buslinie 4
Das Archiv steht als dunkler monolithischer Körper vor der Steilwand des Kapuzinerbergs. Davor, durch von oben belichtete Gänge und Stiegen getrennt, der Büro- und Werkstättentrakt. In Umkehrung der statischen Verhältnisse steht das Haus auf einem gläsernen Sockel, der mit einem lichtdurchfluteten, einladenden Veranstaltungs- und Ausstellungssaal und dem Lesebereich die öffentlich zugängliche Zone beinhaltet.
Die Bauaufgabe – aus dem Bestandsbau eines ehemaligen Autohauses der 1960er Jahre eine Feuerwehreinsatzzentrale zu kreieren - bot den Architekten die Gelegenheit eine neue Formensprache zu entwickeln. Die dem Bestand vorgehängten Fassaden folgen einem eigenen Formenkanon, ohne die dahinter liegenden Fensteröffnungen zu verändern. Die Identifikation der Nutzer mit ihrem Haus geht sogar so weit, dass der Schaubalkon in der Weihnachtszeit als willkommener Christbaumträger genutzt wird.
Der erste Auftrag an die neu gegründete Arbeitsgruppe - bestehend aus den Architekten Johannes Spalt, Friedrich Kurrent, Wilhelm Holzbauer und Otto Leitner - weitergegeben von ihrem Lehrer Clemens Holzmeister, ergab den radikalen und doch behutsamen Umbau eines Stallgewölbes in die Parscher Kirche. Inspiriert von der Franziskanerkirche, deren romanisches Langschiff mit einem hohen, lichten gotischen Hallenchor ergänzt wurde, entstand die Verbindung von niedrigem Gewölbe für das Volk und hohem, natürlich belichteten Altarraum.
Die Architekten interpretierten das Thema Kloster mit Kirche und Kreuzgang völlig neu und packten alles unter eine große, luftige Dachkonstruktion aus rotem Stahl. Die holzverkleidete Kapelle in der Mitte, nur von oben belichtet und mit Stufen arenaartig zum Altar hin abgesenkt, wird von einem hohen Wandelgang umringt. Dieser wiederum vom zweigeschoßigen Zellentrakt mit innerem Laubengang und offenen Stiegenaufgängen. Nachdem die Zahl der Mönche Ende des letzten Jahrhunderts schrumpfte, entschloss sich die Kongregation zur Vermietung des Gebäudes. Als Mieter wurde das ICCM, eine Institution für berufsbegleitende Ausbildung zur Kulturarbeit gefunden. Ohne Umbauten gelang die Umnutzung, in der ehemaligen Kapelle fanden Stunden voll konzentrierter Vorträge und Diskussionen in spiritueller Andacht statt.
Dem Bau von Wunibald Deiniger aus den 30iger Jahren wurde ein zeitgenössischer Flügel angedockt, der mit nur scheinbar konträren Mitteln auf den Bestand reagiert. Im selben Zug konnte das bestehende Bauwerk von den Fehlern eines mächtigen Walmdachs und weiterer Zutaten befreit werden. Die Ergänzung mit einem dichten Hofeinbau folgte erst Jahre später und brachte die dringend erforderliche Entlastung im gerichtlichen Alltag.
Aus einem StudentInnenwettbewerb am alten Standort der ARGE Nonntal als Sieger hervorgegangen, wurde Gerhard Kopeinig mit der Neuplanung des Multifunktionshauses auf dem durch den städtebaulichen Wettbewerb für das gesamte Areal des Uniparks Nonntal zugeteilten, dreieckigen Grundstück beauftragt. Es liegt mit seiner Breitseite an der das Gebiet erschließenden, erst 2008 errichteten Ulrike Gschwandtnerstraße. Der große Veranstaltungssaal ist über einen Vorplatz und ein großes transluzentes Rolltor begehbar. Über das Beisl gelangt man zum zentralen Stiegenhaus im rückwärtigen Gebäudebereich und die weiteren Veranstaltungssäle im Untergeschoß sowie die Bürobereiche in den Obergeschoßen.
Teil eines größeren Ensembles von Schulbauten, die an der Akademiestraße kammartig aufgereiht sind, war der Hallenbadtrakt der Pädak. Bei der Umgestaltung und Umnutzung zur Bibliothek wurden alle für die Entstehungszeit des Bauwerks wichtigen Charakteristika gewürdigt und erhalten. Und doch ist der Umbau zeitlich eindeutig zuzuordnen. Es ist jedes Mal wieder ein Erlebnis in dem durch neu geschaffene Bullaugen zusätzlich belichteten ehemaligen Schwimmbecken nach Büchern zu tauchen.
Das Projekt ersetzt als wichtige Ergänzung des Ensembles den temporären Zubau aus den 1960er Jahren. Die Herausforderung sich zwischen der ehemaligen Militärakademie - dem heutigen Haupthaus des Seniorenheims - und der Naturwissenschaftlichen Fakultät von Holzbauer zu behaupten und dennoch einzufügen, ist gelungen. Erst die zweite Bauphase wird das raffinierte Konzept eines nach zwei Seiten offenen „Z“ sichtbar machen und damit auch die Öffnung zum legendären Grünraum von Schloss Freisaal.
Die Neuplanung der Universität Salzburg wurde nach erbitterten Kämpfen der Grünlandschützer um den Freiraum rund um Schloss Freisaal auf die Naturwissenschaftliche Fakultät reduziert. Die meisten anderen Bereiche der Universität wurden damals in der Altstadt angesiedelt. Die Architekten bezogen ihre Anregungen aus den Planungsprinzipien der Altstadt mit ihren Gassen, Höfen und Durchgängen. Charakteristisch ist das als Rückgrat fungierende, lang gezogene, direkt belichtete Atrium. An ihm sind die Hoftrakte für die Institute auf der einen Seite und die Hörsäle auf der anderen Seite angereiht. Die Kaskadentreppen bieten Einblicke in die dazwischen liegenden Gewächshäuser. Großes Augenmerk wurde auch auf die Verzahnung mit der Landschaft im Westen gelegt, Freitreppen, Teiche, Nutzgärten und ein Freilufttheater bieten hohe Nutzungsqualität.
Das Salzburger Landesstudio ist Teil eines Bundesländerprogramms, das dieselben Bauelemente in mehreren Landeshauptstädten in gänzlich unterschiedlichen Kontexten platzierte. So eigenständig war die Grundkonzeption, dass dies in allen Umgebungen gelang. Auch heute noch überzeugt die Anordnung um die zentrale Halle. Bei der thermischen Sanierung fiel die stimmige, konstruktiv bedingte Optik von Fassadenhaut und Fensterteilung leider dem Energiespargedanken zum Opfer.
Der Lehrbauhof, ein Unterrichts- und Werkstättengebäude für die Ausbildung von Baumeistern und Zimmerern, war und ist eines der architektonisch wichtigen Projekte der Architekturreform. Am südlichen Rand der Stadt mitten im Moorgebiet gelegen - allerdings in Nähe zur Autobahn - begleitet der Klassentrakt diese mit einem feinen Schwung. Nach Norden reihen sich an den Erschließungsgang die von oben belichteten Hallen für die praktische Arbeit. Die Materialien sind roh, aber mit Schweizer Präzision verarbeitet und wirken auch in diesem Jahrhundert frisch und unverbraucht.
Hofstallgasse, Max Reinhardt Platz und Furtwänglergarten, drei Stadträume im Salzburger Festspielbezirk, die seit langem ohne Raumdefinition ineinander flossen. In einem Wettbewerb gewann oneroom deren Planung inklusive neuen Aufgangs in die Aula der Universität. Während die Gestaltung des Parks einen neuerlichen Wettbewerb unter FreiraumplanerInnen (siehe unter Furtwänglergarten) durchlaufen musste, wird der restliche Straßenraum des Max Reinhardt Platzes in nächster Zeit entsprechend dem Wettbewerbsprojekt wie die Hofstallgasse mit ockerfärbigem Asphalt und Lichtbändern gestaltet.
Teil des Gesamtwettbewerbs Außenraumgestaltung Festspielbezirk 2003 war auch die Gestaltung des Furtwänglerparks. Das Projekt von oneroom sah hier in Ergänzung des neuen Aufgangs zur Aula der Universität die Errichtung eines Pavillons vor. Nach langwierigen Diskussionen ob ein „Hochbau“ in diesem sensiblen Bereich gewünscht ist (Artikel nextroom), entschloss sich die Stadt zu einem neuen Wettbewerb nur den Garten betreffend. Diesen gewannen Karasz/Auböck mit einem starken, klaren und im besten Sinn „simplen“ Konzept. Selbst für den „Kieferpavillon“ wurde ein neuer Standort gefunden, die Mitte des Gartens bleibt wieder unbesetzt.
Der realisierte Torso der Aulatreppe, Teil des Ergebnisses eines Wettbewerbs – der in Verlängerung des Eingangs geplante Pavillon konnte nicht verwirklicht werden - ist architektonisch und funktionell erstaunlich selbständig und in gutem Kontakt mit dem anschließenden, von Auböck/Karasz geplanten, Furtwänglergarten.
Bereits Anfang des 20. Jh. wurde das Erdgeschoß dieses Altstadthauses für die Pustet-Druckerei entscheidend umgebaut. Bei der neuerlichen Umnutzung konnte so manches bauhistorisch wichtige Element wieder zum Vorschein gebracht und durch Zeitgemäßes ergänzt werden. Die Lage an zwei Straßen kommt der einerseits öffentlichen, andererseits inneruniversitären Nutzung entgegen. Von beiden Seiten gern genutztes Bindeglied ist die Lounge im ehemals offenen Gewölbe und der möblierte Innenhof.
Aus einem europaweiten, zweistufigen Wettbewerb gingen die Salzburger Architekten Kaschl und Mühlfellner als Sieger hervor. Ein wichtiges Element ihrer Planung, die Überdachung des Innenhofs, wurde jedoch nicht verwirklicht. Sie ordneten und entrümpelten die wertvollen Räume, die teilweise durch ihre stark farbigen Deckenfreskos eine raumprägende Eigenwirkung haben. Mit elegant, und im Detail perfekt gestalteten Elementen wie Eingangsbereich, Stiegenaufgängen, eingeschobenen Nebenräumen bis zu einem white cube im Untergeschoß bieten sie die idealen Bedingungen für die zeitgemäße Präsentation der Landessammlungen.
Aus einem zweistufigen europaweiten Wettbewerb als Siegerprojekt hervorgegangen, erfüllt der Steg alle Hoffnungen der Auftraggeberin Stadt Salzburg. Die beiden Ufer werden durch den Schwung in Grundriss und Höhenentwicklung sinnfällig verbunden. Die gewählte Hohlprofilkonstruktion und die Auflagerung auf nur einem, asymmetrisch situierten Pfeiler unterstreichen dies. Das erste, von der Öffentlichkeit uneingeschränkt positiv aufgenommene Beispiel moderner Architektur im Herzen des Weltkulturerbes.
Aus einem europaweiten Wettbewerb mit 135 TeilnehmerInnen als Siegerprojekt hervorgegangen, leidet dieses Haus am fehlenden Mut der Auftraggeber, die anstatt eines Neubaus einen Umbau des Bestands bestellt hatten. Die Geschoßhöhen waren dadurch ebenso eingeschränkt wie die flächenmäßige Ausdehnung. In den oberen Geschoßen ist die innenräumliche Qualität, die Wegführung und die auch mit präzisen Details erreichte Atmosphäre auffallend, welche aber bei der symmetrisch ausgebildeten Schaufassade ins Tal der Altstadt nicht nach außen vermittelt wird.
Aus einem europaweiten zweistufigen Wettbewerb als Siegerprojekt hervorgegangen, wirkt der Komplex als Einzelbaukörper architektonisch interessant. Die Geste zur Aiglhofkreuzung ist städtebaulich nachvollziehbar und hat der Verdichtung, die mit dem Sparkassengebäude in den 1960er Jahren begonnen wurde, eine qualitätsvolle Richtung gegeben. Dieser Einzelbau hat jedoch nichts mit der ursprünglichen städtebaulichen Struktur des Krankenhauses - den bestimmenden zentralen Flügelbauten zu beiden Seiten der Kirche, die auf Fischer von Erlach zurück gehen und den dadurch gebildeten Freiräumen - zu tun. Bei der Überarbeitung des Erweiterungsbaus wurde das Projekt aus Kostengründen stark vereinfacht und in ein rektanguläres Raster gezwängt. Von gesondertem Interesse sind die in die Architektur integrierten qualitätsvollen zeitgenössischen Kunstwerke, die das „Kunst-am-Bau“-Programm der Landesregierung hier ermöglichte.
Die Schulen, die in der ehemaligen Trabantensiedlung Taxham errichtet wurden, liegen versteckt und damit auch von Lärm geschützt, im Innern des Siedlungsgebiets. Die Architekten packten die Erweiterung in Form einer Holzkonstruktion als Aufbau auf die bestehende Turnhalle. Die gewählte Formensprache und der innenräumliche Duktus waren für Salzburg revolutionär. Den Kindern und Jugendlichen werden durch das räumliche Angebot völlig neue, und von Gruppe zu Gruppe gänzlich unterschiedliche Erlebniswelten geboten.
Auf einem in dieser Gegend typischen Einfamilienhaus-Grundstück entstand vollflächig eine als Außen- und Innenraum begeh- und bespielbare Skulptur, die Kinder und Jugendliche mit ihren Bedürfnissen ernst nimmt. Durch die Komplexität der räumlichen Durchbildung ist dieses Bauwerk in Plänen und Fotos nicht zu vermitteln, man muss es gesehen und erlebt haben.
Architektur: Bétrix & Consolascio, Eric Maier (1997-2000) BauherrIn: Salzburger Stadtwerke AG
Zugänglichkeit: nur Außenraum
Erreichbarkeit: Haltestelle " St. Julienstraße"
Buslinien 1,2,27
Aufgrund seiner Lage am Rand des Gesamtensembles der ehemaligen Stadtwerke im Schatten des Bahndamms wird das Gebäude oft nicht als eigenständig wahrgenommen, das Heizkraftwerk hat ihm die Show gestohlen. In seinem Inneren, aber auch in seiner äußeren Erscheinung ist es ein weiteres Beispiel für den, in dieser hohen Qualität in Salzburg einzigartigen Form-, Detail und Farbwillen der Architekten.
Ein logistischer und bautechnischer Kraftakt wurde in mehreren Phasen, in denen die Wärmeversorgung der Stadt Salzburg aufrecht erhalten werden musste, in einen scheinbaren Monolithen verpackt. Die massive Betonummantelung schützt die Stadt vor Lärm und möglichen Gefahren der Turbine und der dazugehörigen Nebenanlagen der Kraft-Wärmeerzeugung. Der von den Boulevardmedien künstlich hoch gehaltene Skandal eines angeblich nicht an diese Stelle passenden Bauwerks verblasste mit der intensiv dunklen Färbung des Betons. Auch in diesem Bau und seinem Umfeld legten die Architekten besonderes Augenmerk auf stimmige Materialien, Details und Farbgebung.
Verschieden behandelter Sichtbeton, ausgeklügelte Details und ein stimmiges Farbkonzept fassen die Räume für die Transformatoren, einen großzügig verglasten Verkaufsbereich an der Straße - inzwischen Sitz der Geschäftsstelle der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten - und die Bürotrakte in den oberen Geschoßen in eine Hülle. Selbst der Nachtdienstbereich für die MitarbeiterInnen mit seinem Dachgarten war bis ins Kleinste durchgestaltet. Seit der Fusion des stadt- mit dem landeseigenen Energieversorger wurde das Haus zu großen Teilen vermietet und achtlos in Kleinbüros unterteilt.
Der Entwurf von Park und Kindergarten ging beim Gesamtwettbewerb zum Gebirgsjägerplatz 1993 als Siegerprojekt hervor. Sie wurden jedoch, im Schatten des Wohnbaus, erst später realisiert. Der Kindergarten hebt sich mit seinem Obergeschoß, das über spannende Rampen, Rutschen und Treppen mit dem Terrain verbunden ist, wie eine scheinbar beweglich gelagerte Schachtel über das Sockelgeschoß. Dass die Architekten die Erfahrungen ihrer Kindheit präsent haben oder aus dem Leben mit ihren eigenen Kindern schöpfen können, ist an vielen Details spürbar.
Der Erweiterungsbau der beiden Schulen schwingt sich mit großer Fernwirkung von Bestand zu Bestand. Er bietet den Schulen städtebaulich architektonische Präsenz an der Salzach. Der neue Trakt wirkt nicht nur durch seinen Innenraum, sondern auch durch die offenen, gedeckten Außenbereiche unter dem Baukörper und durch den entstandenen Innenhof zwischen Neubau und Altbau.
Zugänglichkeit: Halböffentlich. Cafe + Eingangsbereich, Mo – Fr von 7 – 18 Uhr, Sa von 7 – 14 Uhr zugänglich
Erreichbarkeit: Haltestelle „Äußerer Stein“, Buslinien 3, 5, 8 von Süden 6 und 7 von Osten kommend. Aus der Stadt über Mozartsteg.
Hinter dem Gebäude in der Steingasse eine der ältesten Weinstuben Salzburgs, das Andreas Hofer. Mo-Sa ab 18 Uhr geöffnet.
Auf dem Areal der alten Diakonie gab es neben dem denkmalgeschützten Saulichschlössel auch einen alten Baumbestand zu berücksichtigen. Das neue Ensemble sollte vielseitige Nutzungsmöglichkeiten wie Wohnen, ein Gesundheitszentrum, Büros und eine Cafeteria beinhalten. Im Südosten des sanierten und in seiner Bedeutung gestärkten Ansitzes wurde daher der Neubau so platziert, dass ein Hofraum entstand. Eine Treppe zwischen den beiden Bauteilen stellt nun eine Verbindung zur mittelalterlichen Steingasse her. Nördlich schließt ein länglicher Baukörper an, der den Häusern in dieser Gasse wieder einen direkten Blick auf Hohensalzburg und vor allem mehr Licht und Sonne bringt. (IAS)
Das Projekt Neue Mitte Lehen ist ein dominantes Stück Architektur, das stadträumlich dem Quartier eine völlig neue Identität verleiht. Der Bauteil West enthält die neue Stadtbibliothek, Geschäfte und die Panoramabar. Im Bauteil Ost wurden 48 Mietwohnungen, ein Seniorentreff, ein Veranstaltungssaal und eine Catering-Einrichtung mit Ausbildungsstätte für behinderte Menschen realisiert.
Die Gesamtanlage ist eine Reminiszenz an das ehemalige Stadion Lehen, bei der die einstige Spielfläche zur grünen Mitte des Stadtteils wird und gleichzeitig die Erinnerung an die Fußballarena bewahrt. Überragt wird die Anlage von einem schrägen Turm mit einer Panoramabar, die auch als zeichenhafte Unterstützung dieser Erinnerung zu werten sind. (IAS)
Zugänglichkeit: Halböffentlich, GKK: Mo – Do, 7.15 – 15 Uhr, Fr 7.15 – 12.15 Uhr, Forum 1: Mo – Fr 9-19 Uhr, Sa 9 – 18 Uhr
Erreichbarkeit: Buslinie 3 hält direkt vor dem Servicezentrum Gesundheit. Alle anderen Buslinien halten am Südtirolerplatz (Bahnhofsvorplatz).
Die Bebauung des ehemaligen Postareals an der Nordflanke des Bahnhofsvorplatzes schloss eine der offenen Wunden in der Stadt Salzburg. Gezielt gesetzte Hochpunkte – als Gegengewicht zum Hotel Europa an der Südseite des Platzes und den benachbarten „Zyla-Türmen“ – und niedrigere Baukörper bilden ein Ensemble autonomer Objekte: Das zweigeschoßige Einkaufszentrum mit aufgesetztem Hotelbaukörper bildet den Abschluss Richtung Bahnhofsvorplatz. Dahinter ragt der 46 m hohe Glasturm der Gebietskrankenkasse auf. Gegen Osten entlang der Eisenbahn liegen ein Bürogebäude sowie ein sechsgeschoßiger Wohnbau. Während sich die Wohnungen ausschließlich zum Park orientieren, dient die der Bahn zugewandte Ostseite als Pufferzone, mit Laubengängen und bunten, containerartigen Boxen. Sie enthalten den Wohnungen zugeordnete Nebenräume. Das zwischen Wohnbau und GKK ansteigende Gelände wurde nach Plänen von Auböck & Kárász gestaltet. (IAS)
Gegenüber befindet sich das ARGE-Kulturgelände mit Beisl und Gastgarten. Mo-Fr 9.00-01.00 Uhr Samstag ab 15.00 Uhr
Das Sportzentrum Mitte ist ein Herzstück in der Neugestaltung des Nonntals im Übergang von der Altstadt zum Landschaftsraum Freisaal. Möglich wurde diese großzügige Lösung, zu der die neue kultur- und geisteswissenschaftliche Fakultät und die ARGE Nonntal zählen, durch ein Grundstücks-Revirement. Die Planung des Sportzentrums mit der Turnhalle für die Sport-Union sowie Fußballplatz samt Tribünen des SAK erfolgte nach EU-weitem Wettbewerb durch den Schweizer Andreas Senn. Die Fassaden des hermetischen Blocks der Halle, bestehen aus hellen Betontafeln. Die Belichtung erfolgt über hohe Band- bzw. Dachflächenfenster. „Für 1.500 Schüler/Studenten und über 3.500 SportlerInnen aus 20 Vereinen in allen Altersgruppen entstand so ein echtes Dorado in Bestlage.“ Otto Kapfinger (IAS)